Neue Studie: Intervallfasten könnte helfen, Diabetes zu besiegen

Intervallfasten ist derzeit in aller Munde, es ist aber nicht nur ein hohler neuer Diät-Trend – nein es steckt viel mehr dahinter. Die ursprüngliche und natürliche Ernährungsweise, die darauf basiert, in bestimmten Zeitintervallen nichts zu Essen, kann womöglich einer ganze Reihe Krankheiten vorbeugen und sogar dabei helfen, sie zu mildern oder zu heilen. Das Fasten dient also nicht nur dem Abnehmen, das hier sozusagen nur ein positiver Nebeneffekt ist, nein, es kann zu einem gesünderen und besserem Leben stark beitragen.

Kann Intervallfasten Diabetes heilen?

So zeigen immer mehr wissenschaftliche Studien, dass das intermittierende Fasten zahlreiche Vorteile für unsere Gesundheit hat, eine neuere Studie zu Diabetes ist aber besonders eindrucksvoll. Die Forscher der Universität von Südkalifornien haben dabei untersucht, ob Intervallfasten Diabetes bei Mäusen tatsächlich heilen kann. Dabei haben Sie Mäuse verwendet, denen das Fetthormon Leptin fehlt, dass die Nahrungsmittelaufnahme regelt. Diese Mäuse “überfressen” sich ständig, werden übergewichtig und entwickeln später auch Diabetes.

Schon nach wenigen Monaten des intermittierenden Fastens, genauer gesagt sieben Tage des unkontrollierten Essens im Wechsel mit 4 Tagen Fasten war die Diabetes bei den Mäusen geheilt – ein famoses Studienergebnis. Der Grund für die Heilung ist aber ebenso unglaublich: Während der Fastenperioden verloren die Mäuse natürlich Gewicht, was ein positiver Effekt ist. Der Haupteffekt fand aber in der Bauchspeicheldrüse direkt statt.

Wenn man Diabetes näher betrachtet, handelt es sich um eine Krankheit, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel, also einem Überschuss von Glukose im Blut, ausgelöst wird. Beim gesunden Menschen wird dies über Insulin geregelt, dass die Zellen dazu bringt, Glukose aus dem Blut aufzunehmen. Bei Diabetes verlieren die Zellen einerseits ihre Insulinsensivität, andererseits hört die Bauchspeicheldrüse auch auf, Insulin zu produzieren. Intervallfasten hat bei den Mäusen die Bauchspeicheldrüse dazu gebracht, wieder Insulin zu produzieren. Die Fasten-Auszeit bewirkte, dass die Bauchspeicheldrüse Zellregenerations- und Reparaturmechanismen in Gang setzte. Dabei schrumpfte die Bauchspeicheldrüse während der Fastenperiode und wuchs dann in der Essensperiode von sieben Tagen wieder. Nach verschiedenen Zyklen des Schrumpfens, der Regeneration und des Wachstums war die Bauchspeicheldrüse wieder so gut wie neu.

Die spannende Frage ist, ob diese Ergebnisse auch auf den Menschen übertragbar sind. Aber auch in diesem Bereich wird viel Forschung betrieben. Eine klinische Untersuchung desselben Forschers geben hier hoffnungsvolle Signale. 100 Personen haben in der Studie in Intervallen von 30 Tagen 25 Tage lang keine Einschränkungen beim Essen gehabt, gefolgt von 5 Tagen eingeschränkter Essenszufuhr. Nach schon drei Zyklen gab es bei den Testsubjekten mit hohem Blutzucker massive Verbesserungen – und das bei keinerlei negativen Auswirkungen.

Intervallfasten – die ursprüngliche Ernährungsweise

Die grundsätzliche Idee des Intervallfastens beruht einerseits darauf, dass unsere Vorfahren immer wieder mit Fastenzeiten konfrontiert waren, da nicht so regelmäßig wie heute Nahrung zur Verfügung stand. Der Körper ist also darauf genetisch programmiert, dass es immer wieder Ruhephasen für die Verdauungsorgane gibt, in denen sich der Körper regenerieren und reparieren kann (Stichwort Autophagie). In der modernen Welt geht diese Regenerationsphase immer mehr verloren, der Organismus wird ständig mit Nahrung und zuckerhaltigen Getränken bombardiert.

Andererseits wurde im Rahmen vielfältiger klinischer Tierstudien immer wieder festgestellt, dass längere Pausen in der Nahrungszufuhr bei den Tieren sehr oft zu positive Gesundheitseffekten führten. Auch wenn noch nicht alle Gründe für diese Gesundheitsverbesserungen klar sind, scheint einer der wichtigsten Gründe wie oben beschrieben zu sein, dass die Zellen in den Verdauungsorganen ihre bitter notwendige Zeit für Selbstreparatur und Regeneration erhalten. Die Essenspause zwingt die Zellen aber auch, alternative Energieressourcen anzugehen, wie z.B. das Körperfett, was z.B. im Fall der Ketone, die in der Leber aus wiederverwerteten Fett gebildet werden, einen positiven Effekt zu haben scheint. Und da eine konstante Restriktion von Kalorien und ständiges Kalorienzählen im Rahmen von Diäten für Menschen in der modernen Welt viel schwieriger umzusetzen ist, hat Intervallfasten einen großen weiteren Vorteil, da es sehr leicht im Alltag umzusetzen ist. So reicht es beispielsweise aus, mehrmals in der Woche eine Mahlzeit ausfallen zu lassen (z.B. das Frühstück), so dass mindestens 14 (besser 16) Stunden nichts gegessen wird. Lediglich Wasser, Kaffee oder Tee ohne Zucker sind ‘erlaubt’.

Manchen Menschen ist es aber z.B. noch sympathischer, 2 Tage in der Woche gar nicht zu essen (die so genannte 5:2-Methode), was ebenfalls den positiven Autophagie-Effekt erzeugt.

Intervallfasten – noch effektiver und einfacher per App

Die BodyFast Intervallfasten-App geht sogar noch einen Schritt weiter, und erstellt für jeden Nutzer ein individuelles Fastenprogramm auf Basis der persönlichen Gegebenheiten, Alter und Gewichts- und Gesundheitsziele. Die größere Varianz beim Fasten fordert den Körper im Gegensatz zu den immer gleichen Fastenintervallen noch mehr und macht ihn noch belastbarer und flexibler.

Bei den regulären Methoden kann sich ein Gewöhnungseffekt einstellen, an den sich der Körper anpasst. Durch die variableren Fastenprogramme orientiert sich die BodyFast-App noch mehr an der urzeitlichen Ernährungsweise mit immer wieder wechselnden Fastenzeiten. Zudem birgt ein immer gleiches Fastenprogramm die Gefahr, wieder in alte Muster zu verfallen und die Lust zu verlieren. Die Pläne in der App setzen den Körper in Kombination mit zusätzlichen Wochenaufgaben, wie z.B. körperlicher Bewegung (Spazierengehen, Treppen statt Aufzug, etc.), immer neuen Reizen aus, so dass sich ein Nutzer immer wieder auf neue Herausforderungen freuen kann, und ohne Frust und Langeweile schnell seine gesundheitlichen Ziele und den gewünschten Gewichtsverlust erreichen kann.

Wir sind gespannt, welche Ergebnisse weitere Studien zum Intervallfasten in Zukunft bringen werden. Aber schon jetzt wird immer klarer, dass Intervallfasten zahlreiche positive Auswirkungen nicht nur bei Übergewicht, sondern auch zahlreichen anderen körperlichen Beschwerden und Krankheiten hat. Wir freuen uns auf Euer Feedback und Eure Erfahrungen mit BodyFast und intermittierendem Fasten!

6 Gedanken zu „Neue Studie: Intervallfasten könnte helfen, Diabetes zu besiegen

  1. Friedrich Schreiber Antworten

    Ich betreibe Intervallfasten seit ca. 3 Monaten und zwar wie folgt:

    Montag und Mittwoch Fasten nur Wasser bzw. Kaffe schwarz ohne Zucker oder Tee .
    Dienstag; Donnerstag; Freitag; Sonntag kein Frühstück 1. Mahlzeit Mittag, 2. Mahlzeit am Abend bi 20:00h
    Samstag 3 Mahlzeiten.

    Ich habe in dieser Zeit ca. 10kg abgenommen und mein Langzeizuckerwert ist gesunken-

    Wenn ich am Morgen nach meinem Fasttag meinen Blutzucker messeliegt dieser bei 130-145 . Warum ist das so? Mir wird von Arzt empfohlen mit dem Intervallfasten aufzuhören. Wäre sehr froh eine Info diesbezüglich zu bekommen.
    <<<<<<<<<<mf<g

    • Svenja Taubert Antworten

      Hallo Friedrich, danke für deinen Kommentar. Leider dürfen wir keinen ärztlichen Rat geben. Wenn dir dein Arzt jedoch ans Herz gelegt hat mit dem Fasten aufzuhören, solltest du diesen Rat dringend befolgen. Er wird triftige Gründe dafür haben.
      Alles Gute für dich.
      Liebe Grüße, dein BodyFast-Team

    • Svenja Taubert Antworten

      Hallo Hedwig, danke für deinen Kommentar.
      Ich freue mich, dass du dich für die BodyFast-App interessieren. Leider können wir keine medizinische Beratung geben.
      Intervallfasten ist prinzipiell eine schonende und gesunde Methode, Gewicht zu verlieren, bei Vorerkrankungen möchte ich dich aber bitten, dich bei deinem Arzt zu informieren, ob es in deinem Fall ggf. negative Auswirkungen auf deine Gesundheit geben könnte.
      LG, dein Bodyfast-Team

  2. Silvia Antworten

    Ich praktiziere seit 1,5 Jahren täglich 18/6..
    Ich fasse also täglich von 18 Uhr bis 12 Uhr am nächsten Tag… Habe 13 Kilo verloren und halte mein Gewicht seit 7 Monaten…

    • Svenja Taubert Antworten

      Hallo Silvia, vielen Dank für deinen Kommentar. Wir freuen uns sehr, dass du mit IF so gut zurecht kommst.
      Wir wünschen dir weiterhin viel Spaß und Erfolg beim BodyFasten.
      Liebe Grüße, dein BodyFast-Team

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