Wie messe ich meinen Erfolg beim Intervallfasten am besten?

Das Problem mit der Waage

Kennst du das auch: Du hast deinen ganzen Mut zusammengenommen und bist auf die Waage gestiegen, doch die Anzeige zeigt mal wieder nicht das an, was du erwartet hast? Sind wir doch mal ehrlich: Viele von uns machen ihr Wohlbefinden abhängig von einer einfachen Zahl auf einem kleinen Gerät. Weil wir es so gelernt haben. Weil es uns schnell Auskunft gibt. Weil wir es immer und zu jeder Zeit machen können. Weil es einfach ist.

… Zu einfach! Denn obwohl das Wiegen zweifellos die Messmethode Nummer 1 ist, ist Wiegen allein oft nicht aussagekräftig!

Das liegt daran, dass das Körpergewicht ein komplexeres Phänomen ist und die Summe ganz verschiedener und zudem variabler Bestandteile deines Körpers widerspiegelt: Knochen, Muskeln, Organe, Fett, Wasser, Blut uvm. All das macht die Zahl aus, die du dein Körpergewicht nennst.

Bedenkt man, dass dein Körper zu etwa 60% aus Wasser besteht, welches von zahllosen Faktoren (u.a. Salz-/Koffeinkonsum, Kohlenhydrataufnahme, Sport, Stress, Tageszeit, weiblicher Zyklus) beeinflusst wird, hat jede Schwankung im wahrsten Sinne des Wortes großes Gewicht. All das kann deine Waage nicht in vollem Umfang abbilden.

 

Warum wiegen (allein) nicht reicht

Manchmal scheint sich wochenlang nichts zu tun – zumindest nicht auf der Waage. In deinem Körper vielleicht schon! Womöglich hast du in der Zwischenzeit Muskeln aufgebaut und Fett verloren, ohne dass sich das in deinem Körpergewicht spiegelt. Und eben diese Tatsache öffnet die Tür für andere Messverfahren zur Bestimmung deines Erfolgs!

Das heißt für dich nicht, deine Waage bei nächster Gelegenheit aus dem Fenster zu werfen. Sie ist kein abgrundtief teuflisches Gerät und auch kein infamer Lügner. Aber sie liefert eben nur die halbe Wahrheit. Sie ist blind für andere Aspekte, die mindestens genauso viel Gewicht haben. Du siehst dann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

Warum soll ich dann messen?

Das Gewicht sollte daher nur ein Teil der Information über deinen Körper sein. Wenn Gesundheit ein Puzzle aus 20 Teilen ist, dann ist das Körpergewicht nur eines davon. Also sollten wir versuchen, das Puzzle zu vervollständigen. Und auf diesem Weg ist das Messen anderer Körperpartien ein vielversprechender Schritt. Und auch dafür braucht man kein fancy Equipment, jeder kann es tun: Ein simples Maßband reicht.

Messen erlaubt dir, die Veränderungen deines Körpers zu sehen und dokumentieren, selbst wenn die Waage Stillstand anzeigt oder vermeintlich spinnt. Du siehst, wie schnell und vor allem an welchen Stellen du Fett verlierst. Das kann nicht einmal eine Körperfettmessung leisten, weil diese nicht zwischen “gutem” (unter der Haut) und “schlechtem” Fett (am Bauch) unterscheiden kann. Klar sagt dir messen allein noch immer nichts über die genaue Zusammensetzung deines Körpers, aber das ist auch eine komplexe Angelegenheit. Abnehmende Maße bei gleichbleibendem Gewicht sind jedoch ein Indiz dafür, dass du an Muskelmasse hinzugewonnen, während du an Fett verloren hast. Du misst deinen Fortschritt zukünftig eben auch in Zentimetern statt nur in Kilogramm.

 

So misst du richtig

Am besten misst du die Stellen deines Körpers, deren Veränderungen du verfolgen möchtest. Dabei gelten Brust, Taille und Hüfte mehr oder weniger als Standard, Oberarm und Oberschenkel sind eine sinnvolle Ergänzung. Genau deswegen haben wir diese Werte in unsere App integriert.

Wie mit der Waage gilt auch hier: Weniger ist mehr! Miss dich nur 1-2x im Monat, am besten immer unter den gleichen Bedingungen: morgens oder zwischen, nicht direkt nach den Mahlzeiten sowie nackt oder in stets derselben, eng anliegenden Kleidung.

Und so doof es klingen mag: Notiere deine Werte! Nur so kannst du deinen Fortschritt im Zeitverlauf verfolgen. Dafür haben wir das neue Feature in unserer BodyFast App gebaut. Dann benötigst du nur noch ein Maßband aus Stoff, welches weich und flexibel sein sollte. Wir empfehlen dieses Körpermaßband: https://amzn.to/2VkGS5p

Und schon kann es losgehen! Stell dich entspannt vor einen Spiegel, halte die Beine geschlossen und atme ganz normal. Noch besser ist es, wenn dir ein Freund, der Partner oder ein Familienmitglied zur Hand geht. Am besten arbeitest du dich von oben nach unten durch. Leg das Maßband nicht zu fest und nicht zu locker an und miss jeweils nur eine Körperseite deiner Wahl.

 

Die Mess-Stellen

Oberarm

Miss den Oberarm am breitesten Punkt auf halbem Weg zwischen Ellenbogen und Schultergelenk.

Brust

Miss die Brust am breitesten Punkt. Für die meisten Männer ist das unter den Achseln, für die meisten Frauen an der Brustwarzenlinie.

Taille

Miss die Taille am schmalsten Punkt, ca. 2-5 cm über dem Bauchnabel. Schließe die Beine, atme sanft aus und miss den Wert am Ende der Ausatmung.

Hüfte

Schließe die Beine und muss die Hüfte auf Höhe der Beckenknochen – an der breitesten Stelle.

Oberschenkel

Miss den Oberschenkel am breitesten Punkt auf halbem Weg zwischen Knie und Hüfte.

 

Erfolg richtig messen – Was wirklich zählt

Du stellst dir nun vielleicht die Frage: Sind meine Maße normal? JA, KLAR! Wie schon der BMI wenig aussagekräftig ist – weil er der menschlichen Vielfalt nur unzureichend gerecht wird – so hat auch jeder Mensch eine andere Körperform. Ein Vergleich mit anderen ist also weder möglich noch nötig!

Vermutlich strebst du auf ein bestimmtes Zielgewicht oder irgendwelche vermeintlichen Idealmaße hin. Wir sagen dir: Die musst du auch gar nicht ein für alle mal aus deinem Kopf streichen. Doch eine Frage sei erlaubt: Ist es denn wirklich die Zahl allein, die am Ende zählt? Ein paar Ziffern, die dich für immer glücklich machen? Wohl kaum! Vielmehr geht es doch darum, die Veränderung des Körpers bewusst wahrzunehmen und den persönlichen Fortschritt – durch das Messen im wahrsten Sinne des Wortes “hautnah” – mitzuerleben.

Erfolg misst sich eben nicht nur in Kilogramm oder Zentimetern. Erfolg ist, wenn du stolz auf dich und deine Entwicklung bist und dich in deiner Haut wohlfühlst!

 

 

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8 Gedanken zu „Wie messe ich meinen Erfolg beim Intervallfasten am besten?

  1. Joanna Antworten

    Thanks for this article. I’m following a method based on BMR (the just cut it method), 7th month now, and I’m halfway through. I knew that I there would come day, when I will stop losing pounds so I wanted to check my body composition. I have downloaded your app and it’s the best 🙂

    • Jenny M. Autor des BeitragsAntworten

      Hi Joanna,
      Thank you for your feedback and congratulations on your successes!
      What might also help to overcome a plateau is to vary your weekly plan a bit to avoid habituation and be more effective.
      Keep going, you’re on the right track 😉

    • Svenja Taubert Antworten

      Hi Shannon, thanks for your feedback.
      When losing weight, body fat is broken down evenly across the body, so you will definitely also get rid of back and belly fat.
      Kind regards, your BodyFast-Team

  2. Amélia Antworten

    I have done intermittent fasting for 4 weeks now with no sugar rash, over eating, compensating or so on and I have experienced no change on the scale. Am I the only one? I would like to read other people’s similar experience to decide if it is worth continuing.

    • Quirin Salomon Antworten

      Hi Amélia,

      It often takes some weeks until the body adjusts itself to the new eating habit of intermittent fasting. Therefore it is possible that you don’t lose weight in the first weeks. That differs from person to person.
      Do not doubt yourself or give in!

      I have a few tips for you:

      + If you didn’t lose weight, you should consider prolonging your fasting hours or fasting more often. That’s what our Coach does – he adjusts your fasting plans according to your goals and progress. But you can also choose a different week plan manually.
      + Intermittent fasting is no fast “wonder diet” which often leads to a yo-yo effect. It is a long-term change of your eating habits. That’s why weight loss can take some time.
      + In the eating periods you shouldn’t overeat – or eat more than you would usually eat without fasting.
      + If you have acute food cravings: stay active, go for a walk, meet friends and drink lots of water (two glasses are recommended).
      + You should avoid sugar and sweetened drinks also in the eating periods. If you really want to eat sugar, then directly after a larger meal, to let your blood sugar regulate itself better. This also reduces the hunger during fasting periods.
      + Sports are fine as well! Try to move while your fasting as this is very efficient with regard to fat burn! But please take care of yourself because your energy level might be lower.

      On top of that please do not focus too much on the number you see on the scales. Your body weight alone is not meaningful and adequate to track your success.
      + It could for example be changes with regard your water household that indicate a weight gain (even if you lost fat).
      + Additionally, training people gain muscles and loose fat at the same time. As muscles are heavier than fat you will see a climbing number on the scales even though you lost fat.
      + Measure your hips, waist and thighs, enter the figures in the app statistics and track them over time. These numbers are much more meaningful as they show you if and where you lost fat.

      I hope that this info helps you a bit to go on and believe in yourself!

      Kind regards,

      Your BodyFast-Team

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