Wie halte ich das Hungergefühl aus?

Viele Menschen sind der Meinung, dass Fasten mit nicht ertragbarem Hunger einhergeht. Hier muss man unterscheiden, was mit Hunger gemeint ist. In unserer Überschussgesellschaft kennen wir fast nur noch das unangenehme Gefühl des schnell abfallenden Insulinspiegels wenige Stunden nach einer kohlehydratreichen Mahlzeit. Die Folge sind ein unbändiger und quälender Heißhunger, oft verbunden mit schlechter Laune.

Bei unseren heutigen Ernährungsgewohnheiten sind die Insulindepots unseres Körpers eigentlich permanent voll. Da ist es kein Wunder, dass unser System übermäßig heftig auf diesen ungewohnten Zustand reagiert. Wir müssen unseren Körper hier auch wieder etwas “entwöhnen”.

Es gibt jedoch noch ein anderes Hungerempfinden, das auf langsam leergehende Energiedepots in unserem Körper zurückzuführen ist. Unser Körper fängt sachte an, mit seiner Energie zu haushalten und kommt mehr zur Ruhe. Oft empfindet man dabei eine besondere wohlige, geistige Klarheit und eine gesteigerte Körperwahrnehmung. Es stellt sich eher eine “Lust auf Essen” ein, der Genuss der Nach-Fasten-Mahlzeit ist besonders groß. Das ist der natürliche Hunger, den dein Körper durch intermittierendes Fasten wieder lernt.

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