Intervallfasten lindert Allergien: das neue Heilmittel für Allergiker?

  • Studien zeigen, dass regelmäßiges Fasten Allergiesymptome mildern oder beseitigen können
  • Der Entgiftungseffekt des Intervallfastens stärkt das Immunsystem
  • Intervallfasten entspricht der natürlichen Ernährungsweise des Menschen und stärkt dauerhaft den Organismus

 

Kann Intervallfasten Allergien heilen? 

Dass intermittierendes Fasten der Gesundheit guttut, ist bekannt. Interessant ist, welche Wirkung Intervallfasten auf Allergien haben kann. Die bekanntesten Grundmodelle des intermittierenden Fastens gehen von einer Fastenzeit von täglich 14 oder mehr Stunden aus. Üblich sind Rhythmen von 8 Stunden, in denen die Nahrungsaufnahme erlaubt ist, gefolgt von 16 Stunden Nahrungsverzicht. Alternativ können die von Allergien betroffenen Menschen aber auch z.B. an ein bis zwei Tagen der Woche nichts essen oder verschiedene Fastenperioden im Wechsel durchführen. Erklärbar sind die Wirkungen des Intervallfastens durch die regelmäßige Nahrungskarenz, in der der Körper statt der Verdauung mit dem sogenannten Autophagie-Prozess beginnt, durch den Zellen repariert werden und toxische Stoffe abgebaut werden. Bei ständiger Nahrungsaufnahme ohne Pause kann dieser Prozess nicht oder nur gemindert stattfinden.

Warum reagieren Allergiker positiv auf Intervallfasten?

Durch stundenweises Fasten erhält der schwer beschäftigte Organismus eine ausreichend lange Entlastung auf der Verdauungsebene. Er kann sich endlich um überfällige Reparaturprozesse sowie um notwendige Entgiftungs- und Abbauprozesse kümmern. Die durch Zeitmangel eingelagerten Fettpolster können abgebaut werden. Das Immunsystem kann sich regenerieren. Es hat seine Basis zu einem großen Teil im Darm. Dieser wird durch Phasen des längeren Nahrungsverzichts beim intermittierenden Fasten entlastet. Das kommt auch der Darmflora zugute. Diese ist zu 80 Prozent für die Qualität des Immunsystems verantwortlich. Damit sind wir schon bei den Allergien. 

Allergische Reaktionen werden als überschießende Reaktionen des Immunsystems definiert. Dieses erkennt angesichts übermäßiger Zufuhr ungeeigneter Lebens- und Genussmittel nicht mehr, was bekömmlich ist. Es kommt zu latenten Entzündungsprozessen, Unverträglichkeiten und oxidativem Stress. Oft geht unser Essverhalten mit Übergewicht sowie erhöhten Blutzucker- und Blutfettwerten einher. Irgendwann reagiert das gestresste Immunsystem allergisch auf Substanzen, die üblicherweise vertragen wurden. Untersuchungen zum intermittierenden Fasten ergaben, dass Entzündungswerte im Organismus bereits nach kurzem Intervall-Fasten zurückgingen.

Welche Art der Allergie bessert sich?

Wissenschaftler gehen derzeit davon aus, dass sich vor allem umweltbedingte oder saisonale Allergie-Probleme mit intermittierendem Fasten bessern lassen. Hingewiesen wird auch auf eine verbesserte Lungenfunktion. Das führt besonders bei allergischen Asthmatikern zu nennenswerten Beschwerdelinderungen. Viele Menschen erleben bei allergischen Reaktionen auf Lebensmittelbestandteile spürbare Besserungen, sobald sie mit dem intermittierenden Fasten beginnen. Zu prüfen ist, ob der Gesundheitszustand eines Allergikers geeignet ist, um mit dem intermittierenden Fasten zu beginnen. Diese Art des Fastens ist nicht für jeden gleichermaßen geeignet. Für Asthmatiker könnte das Intervallfasten ohne ärztliche Begleitung gefährlich werden. Aber auch berichten viele Intervallfastende z.B. von einer deutlichen Linderung von Tierallergien, wie z.B. Katzenallergien oder Allergien gegen Hundehaare.

Neben klassischen Allergiesymptomen lassen sich durch intermittierendes Fasten auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten bessern. Die verringerten Symptome verbessern die Lebensqualität der meisten Menschen, die mit Unverträglichkeiten kämpfen. Bereits ein monatlicher Fastentag hat Studien zufolge positive Effekte auf allergisches Geschehen und Unverträglichkeiten. Verbesserungen lassen sich bei der Blutbildung, bei der Herzgesundheit und auf der Ebene des Verdauungssystem messen. Auf dieser Ebene entstehen die meisten allergischen Reaktionen. Abgesehen davon profitiert die gesamte Gesundheit von intermittierendem Fasten. 

Ein gesunder Organismus gewöhnt sich überraschend schnell an die Umstellung. Bei bestehenden Vorerkrankungen sollten die Fastentage nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt eingeführt werden. Interessant ist, dass allergisches Geschehen und Unverträglichkeiten in ihren Ursachen zurückgedreht werden. Mit der Zeit bessern sich die belastenden Symptome. Oftmals treten spürbare Besserungen binnen einer Woche ein.

Falsche Ernährungsgewohnheiten verschlimmern allergische Reaktionen

Daraus ergibt sich, dass korrigierte Ernährungsgewohnheiten etwas an den allergischen Symptomen verbessern können. Der Organismus ist für Tausende von komplexen Prozessen auf eine optimale Nährstoffversorgung angewiesen. Zugleich sollte er genügend Zeit für Fettabbau, Reparaturarbeiten oder Entgiftung erhalten. Das ist bei unserem modernen Lebensstil nicht der Fall. Bei Jäger- und Sammlervölkern wurde sehr unregelmäßig Nahrung zugeführt. Die Nahrungssuche war mühsam. Sie erforderte oft weite Wege, der Mensch ist also genetisch auch auf viel Bewegung programmiert, die auch beim Intervallfasten nicht zu kurz kommen darf. Saisonal bedingt mussten unfreiwillige Fastentage eingelegt werden. Darauf ist der Organismus im Laufe der Evolution ausgerichtet worden. Heute sind Nahrungsüberfluss und zunehmende Nährstoffarmut durch industriell verarbeitete Kost üblich. Der Organismus ist chronisch überlastet. Er entwickelt Unverträglichkeiten und reagiert zunehmend allergisch auf unsere ungesunde Lebensweise. 

Indem wir zum intermittierenden Fasten wechseln, bieten wir dem Organismus eine wertvolle Entlastung. Stundenlange Nahrungskarenz bringt jedes überlastetes Immunsystem wieder ins Lot. Der Verzicht auf wertlose Nahrung behebt Nährstoffmängel. Aus dem Ruder gelaufene enzymatische und andere Prozesse verlaufen nach und nach wieder so, wie sie sollen. Es kommt zur Entlastung aller Organe, die mit Verdauungs-, Entgiftungs- und Reinigungstätigkeiten befasst sind. Entstandenen Fehlleistungen wieder zurückzunehmen, ist durch freiwillige Nahrungskarenz möglich.

Intervallfasten mit der BodyFast-App

Für Einsteiger und Erfahrene ist der ideale Weg, mit Hilfe der BodyFast-Intervallfasten-App zu fasten. Die App verfügt über mehr als 50 verschiedene Fastenpläne und bietet einen persönlichen Coach, der jede Woche ein individuelles Fastenprogramm auf Basis der Ziele und Fortschritte der Nutzer berechnet. So ist für Abwechslung und Motivation gesorgt – die Fastenintervalle werden komfortabel über automatische Erinnerungen und eine Fastenuhr dargestellt. Die Gewichtsabnahme kann über Kalendereinträge und Diagramme sehr einfach kontrolliert werden. So sind schnelle Erfolge garantiert.

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Studien und wissenschaftliche Artikel:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4257368/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1859864/

http://www.sciencemag.org/news/2015/06/short-term-fasting-may-improve-health

8 Gedanken zu „Intervallfasten lindert Allergien: das neue Heilmittel für Allergiker?

  1. TAMMY WOOD Antworten

    I would like to try the intermittent fasting but I have questions. A little about me. I am a 51 year old woman who is at least 40 lbs. over weight. I have had food allergies and intolerances that started when I was around 37. Including severe digestive issues. I was diagnosed with celiac disease 5 years ago. So I have been on a very restricted diet for about 14 years. Just recently I have started experiencing perimenopause symptoms including hypoglycemic symptoms. How would I begin intermittent fasting?

    Tammy

    • Svenja Taubert Antworten

      Dear Tammy,
      thanks for your comment. Unfortunately we can’t give any medical advice. Please ask your doctor about your fasting programme.
      You can read everything about our general recommendations on intermittent fasting at http://www.bodyfast.de/en/faq
      Thanks for your understanding.
      Have a nice day!
      Svenja

    • Svenja Taubert Antworten

      Hi Mandy, thanks for informing us about this funny spelling mistake. 😀 I just made a little correction.
      Kind regards,
      your BodyFast-Team

  2. Len Antworten

    Based on my own experience with intermittent fasting the past two years, I contend that a daily 18/6 regimen actually makes your body hyper-sensitive to food to the point where it generally senses most food as attacking your system. Prior to my fasting protocol I had almost no GI issues or food-related sensitivities. Fast-forward to today, I’ve been dealing with all kinds of mysterious “leaky gut” problems. I was tested recently for 25 different food allergies / intolerance issues and came back as mild/moderately allergic to 15 of those tested, and highly allergic to 7 others. On the plus side, I dropped from 228 pounds to 172 pounds and am very lean (6’1”). But, I would caution folks to be very, very careful about how they approach a dedicated IF lifestyle. You MUST take care of your gut coming out of your fast, i.e. consider bone broth as a starter. Consider a daily regimen of glutamine powder to strengthen your stomach lining. You also should rotate the foods you eat on a 3-4 day cycle. Do not just dump coffee or tea into your empty stomach, for example. Anyway, good luck to everyone on their quest.

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